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08 Jobwechsel

Wenn es deinen inneren Frieden kostet, ist es zu teuer!

Wir kennen es alle. Die Montage an denen es einen nicht freut aufzustehen und arbeiten zu gehen. Solange sich dieser Zustand auf ein paar Montage im Jahr und ein paar andere Tage beschränkt, ist dies vollkommen normal und kein Grund zur Sorge. Sollte dieser Zustand jedoch zum Dauerzustand werden, dann wäre es wohl besser sich einen Plan B zu Recht zu legen.

 

Ich kenne genug Menschen, bei denen dieser Zustand zum Dauerzustand geworden ist. Spricht man mit diesen über ihren Job, dann hört man immer wieder die gleichen Dinge. Sie gehen dort hin um Geld zu verdienen, sie sind froh, wenn sie die normale Arbeitszeit dort absitzen können, und sie haben aufgehört sich mehr als notwendig in der Arbeit einzubringen. Macht sie das glücklich? NEIN! Ich würde sogar behaupten, dass diese Menschen sich langsam aber kontinuierlich dem Scheintod nähern. Sie sitzen jeden Tag Lebenszeit in einem Umfeld mit einer Arbeit ab, die sie weder erfüllt noch in irgendeiner Weise glücklich macht. Ganz im Gegenteil, es kostet sie auch noch Lebensfreude und Energie. Und das auf fast LEBENSLÄNGLICH. Natürlich ist der Mensch ein Gewohnheitstier und steht Veränderungen erst einmal skeptisch gegenüber, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

 

Machen wir einmal ein Gedankenexperiment. Was würdest du tun, wenn du machen könntest was du willst und trotzdem genug Geld verdienen würdest, um davon leben zu können? Wie fühlt sich das an? Mit welchen Menschen würdest du dich umgeben? Wärst du noch immer jeden Tag erschöpft von der Arbeit? Und nun stellen wir uns die entscheidende Frage: "Was hindert dich daran dieses Ziel zu verfolgen?" Die Angst vor einem Bewerbungsgespräch? Die Angst keine Arbeit mehr zu finden? Ich kenne keinen einzigen Menschen, der mit Begeisterung arbeitet, der nach einem Jobwechsel nicht wieder einen neuen, besseren Job gefunden hat. Und das Warum liegt auf der Hand. Kennst du Menschen, die etwas mit Begeisterung und Disziplin machen und das schlecht machen? Wohl kaum. Das liegt wohl auch daran, dass man in Dingen, die man mit Begeisterung, Lebensfreude und Disziplin macht, auf Dauer ohnehin weit besser ist als der Durchschnitt. Das Geheimnis dahinter nennt sich Minimalkonstanz.

 

Natürlich ist ein Jobwechsel nicht immer bequem und natürlich bewegt man sich außerhalb der Komfortzone, aber auf Dauer kann das nicht schlimmer sein als verlorene Lebenszeit in einem Job, der einen nicht glücklich macht. Das soll jetzt nicht heißen, dass du diesen Job ohne wirklichen Plan von heute auf morgen kündigen sollst - es soll dich nur zum Nachdenken anregen, ob der Preis, den du dafür zahlst in einem Job zu bleiben, der Energie kostet und keine Energie bringt, nicht zu hoch ist. Und es soll dich zum Nachdenken anregen, ob es nicht doch einen Plan B gibt, der dich glücklicher machen würde. Ich kenne genug Menschen, die im Job auf ihre Pension warten und Pläne schmieden für diesen Zeitpunkt X, an dem das Leben erst richtig los gehen wird.

 

Aber niemand kann einem garantieren, dass dieser Zeitpunkt X auch eintreten wird. Vielleicht erleben wir diesen Zeitpunkt X nicht. Und vielleicht wäre es eine Idee sein Leben vorher schon so zu gestalten, dass man den Tag mit Freude beginnt und keine Lebenszeit in einem Job verschwendet, der schon lange nicht mehr zu einem passt und einen nur dazu bringt unter seinem vollen Potential zu leben. Wie gesagt,muss man den alten Job ja nicht von heute auf morgen hinschmeißen, aber man könnte anfangen in kleinen Schritten in eine andere Richtung zu gehen. Durch das Lesen von Stellenanzeigen, das Schreiben von Bewerbungen oder sei es nur durch das Visualisieren eines neuen Jobs - all diese Dinge senden Energie aus. Und nach dem Gesetz der Resonanz wird sich so früher oder später sowieso eine passende Alternative zeigen.

 

Ach ja, bevor ich es vergesse. Es soll vorkommen, dass man auch bei einem Jobwechsel erst mal eine Alternative wählt, die sich dann als Fehlgriff herausstellt. Aber auch das kommt vor und ist ganz normal. Kein Mensch oder nur wenige Menschen können sich in einem Bewerbungsgespräch ein 100%iges Bild von seinem Gegenüber machen. Aber dann hat man eine Erfahrung mehr gemacht und weiß wieder ein Stück mehr, worauf man Wert legt und was einem im Job wichtig ist. Somit kann man erneut gestärkt und mit einem verfeinerten Suchbild auf die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz gehen.

 

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