11 Entscheidungen

Manchmal einfach - manchmal schwer, aber meistens notwendig!

Wir treffen jeden Tag Unmengen von Entscheidungen. Manche bewusst und manche unbewusst. Manche von ihnen haben wir auch schon so oft getroffen, dass sie zu Gewohnheiten geworden sind. Frühstücken wir? Welchen Weg nehmen wir zur Arbeit? Welche Lebensmittel essen wir gerne? All diese Dinge haben wir so oft entschieden, dass sie als Routine abgespeichert sind und unbewusst und automatisch abgerufen werden. Wir müssen darüber nicht mehr wirklich nachdenken. Neben diesen Routinesituationen finden wir uns aber auch oft in Situationen wieder, die uns neu sind und in denen wir auf keine gesammelten Erfahrungen zurück greifen können. Aber auch diese erfordern von uns Entscheidungen. Und es ist nicht immer einfach in diesen Momenten eine schnelle Entscheidung zu treffen.

 

 

 

Herz gegen Kopf

 

Ich habe früher oft Entscheidungen mit dem Kopf getroffen. Das hatte nicht selten zur Folge, dass ich mich für Dinge entschieden habe, bei denen ich von Anfang an kein gutes Gefühl hatte, einfach weil sie logisch klangen und somit auch in meinem direkten Umfeld eine große Zustimmung fanden. Dinge, zu denen unser Herz ja sagt sind für unser Umfeld nicht immer einfach nachzuvollziehen und sind oft erst einmal nicht recht logisch. Langfristig macht es uns aber einfach glücklicher, wenn wir mehr unserem Herzen und weniger unserem Kopf folgen.

 

 

 

Klare Ziele

 

Oft lassen sich Entscheidungen viel leichter treffen, wenn man sich in einer Situation, in der man eine Entscheidung treffen muss erst einmal fragt welche der gegebenen Optionen den eigenen Wünschen und Zielen am meisten dienen würde. Natürlich muss man dazu wissen wie die eigenen Ziele aussehen. Aber je klarer man weiß, was man sich in welchem Bereich vom Leben erwartet und wo man hin möchte um so einfacher ist es dann eine Entscheidung zu treffen, die einem näher an dieses Ziel bring. Oftmals haben diese Entscheidungen vielleicht auch erst einmal einen kurzfristigen Schmerz oder Nachteil zur Folge. Aber langfristig gesehen stellen wir so sicher, dass wir nicht zu weit von dem Weg abkommen den uns unser Herz zeigt.

 

 

 

Gesunder Egoismus

 

Gerade die Woche konnte ich schön beobachten, dass es die Alternative keine Entscheidung zu treffen nicht gibt. Treffen wir nämlich keine Entscheidung, so tun dies dann andere für uns. Und wenn diese ein klares Bild von ihren Zielen, Bedürfnissen und Wünschen haben, so werden sich diese in der Entscheidung widerspiegeln. Ob das dann allen Beteiligten in der Situation gut tut sei dahin gestellt. Macht man es sich zur Gewohnheit Entscheidungen aufzuschieben oder nicht zu treffen, dann wird man so schnell in einer Situation landen, in der man von seinem Umfeld gelenkt wird. Und das nicht einmal mit böser Absicht. Allerdings ist es auch da so, dass es dann zur Gewohnheit wird, dass man sich nach seinem Umfeld richtet und es wird mit viel Aufwand verbunden sein aus diesem Hamsterrad wieder auszusteigen. Auch ich bin gern für meine Freunde da und helfe ihnen, wenn sie Hilfe benötigen. Aber im Großen und Ganzen sollten sich das in Beziehungen und Freundschaften die Waage halten.

 

 

 

Auch wenn es nicht immer einfach ist Entscheidungen zu treffen, so kann ich bei mir selber beobachten, dass auch das einfacher wird, je öfter man bewusst Entscheidungen trifft. Es gibt nicht immer ein richtig und ein falsch und auch ich frage oft, bevor ich dann endgültig eine Entscheidung treffe, meine engeren Freunde um Rat. Schon alleine um sicherzustellen, dass ich nicht eine zu einseitige Sichtweise auf die Situation habe. Aber am Ende muss ich dann für mich eine Entscheidung treffen und mit den Konsequenzen dieser Entscheidung leben. Das heißt natürlich nicht, dass man die Richtung nicht wieder korrigieren kann, wenn man eine Entscheidung getroffen hat, die sich im Nachhinein als gravierend falsch erweist, aber auch aus solchen Entscheidungen lernt man. Und wie mein Vater immer so schön sagt, hilft es vielleicht auch sich in diesem Moment in Erinnerung zu rufen warum man sich damals so entscheiden hatte. Oft stellt man dann auch fest, dass man sich auch heute auf Grund der damals zur Verfügung gestandenen Informationen wieder so entscheiden würde.

 

 

 

 

 

 

 

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